Herzschlagfinale in der Verbandsliga 46+

SSG Sümmern I sichert sich im letzten Wettkampf durch einen 3 : 2 Erfolg gegen Vfl Winz – Baak den direkten Klassenerhalt.

Die Tabellensituation vor der letzten Spielrunde brachte es mit sich, dass je nach Abschneiden der SSG Sümmern I ein direkter Abstieg, die Relegation oder ein direkter Klassenerhalt möglich war. Hier spielte ihnen zunächst die Niederlage der SpSch Hengsbach-Almer in die Karten, die ihr Match gegen Brilon mit 4:1 verloren.  Ein Sieg gegen Winz-Baak würde somit den Klassenerhalt bedeuten, eine Niederlage den Abstieg.

Es folgte ein Krimi, der einem Elfmeterschießen im Finale einer Weltmeisterschaft in nichts nachstehen sollte.

Mitgereisten Fans und Sportlern stockte der Atem, als es nach Abschluss des 30-Schuss Programms der fünf Paarungen 2 : 2 stand. Was war bis dahin geschehen?

Dieter Eismann erwischte einen Fehlstart und verlor sein Match mit 295 : 296. Ebenso Martin Freiburg, der sich mit 298 : 299 Ringen geschlagen geben musste. Claudia Seifert machte es dann besser! Obwohl sie nach 20 Schuss mit 2 Ringen hinten lag (197 : 199), bewies sie Nervenstärke und konnte mit einer fehlerfreien letzten Passe das Match mit 297 : 296 für sich entscheiden. Andreas Hellwich leistete sich lediglich einen Fehlschuss und hielt mit 299 : 298 die Oberhand. Da sich Uwe Drees und sein Matchpartner 297 : 297 trennten, musste schließlich ein Stechen dieser Paarung über den Ausgang des Wettkampfs und somit über den Abstieg aus oder den Verbleib in der Verbandsliga entscheiden.

Anspannung machte sich breit, als die beiden Schützen zum ersten Stechschuss antraten. Trotz des imensen Drucks, löste Uwe Drees als erster aus; wenige Sekunden später sein Kontrahent. Die beschossenen Zielspiegel wurden zurückgeholt. Die Ansage des Kampfrichters folgte. Beide Schützen 10!

2. Stechschuss; Wenige Sekunden nach dem Startkommando, brach der Schuss von Uwe Drees. Zeitverzögert folgte der Schuss seines Gegners, der kopfschüttelnd aus dem Anschlag ging. Dann die Ansage:  Uwe Drees, 10, sein Gegner, 9!

Was jetzt folgte, war abzusehen: Alle Mannschaftskameraden und Fans fielen Uwe Drees um den Hals, der nervenstark mit dem allerletzten Schuss den Verbleib in der Verbandsliga sicherte.

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